Kurz erklärt
Werbung für ein Autohaus muss zwei Geschäfte bedienen: den Fahrzeugverkauf und das Werkstattgeschäft. Smoke and Luck empfiehlt Autohäusern dafür Fahrzeugvideos statt reiner Fotostrecken, gezielte Maßnahmen gegen lange Standzeiten, Fahrzeuganzeigen bei Google, Instagram mit dem eigenen Team, saisonale Werkstattaktionen und regelmäßige Ansprache der Bestandskunden.
Warum braucht ein Autohaus zwei Arten von Werbung?
Ein Autohaus verkauft Fahrzeuge und betreut sie danach in der eigenen Werkstatt. Das sind zwei Geschäfte mit unterschiedlichen Kunden und unterschiedlichem Takt. Ein Fahrzeug kauft jemand alle paar Jahre. In die Werkstatt kommt er im besten Fall jedes Jahr. Werbung für das Autohaus muss beides bedienen, sonst bleibt ein Teil des Geschäfts liegen.
Viele Autohäuser stecken ihre Werbung fast komplett in den Verkauf. Die Werkstatt läuft nebenher und lebt von dem, was ohnehin kommt. Dabei ist sie oft der Teil, der Kunden ans Haus bindet. Die folgenden Ideen sind deshalb in zwei Gruppen geteilt. Wie das Ganze zusammenpasst, beschreiben wir auf der Seite Autohaus-Marketing.
Idee 1: Fahrzeugvideos statt nur Fotostrecken
Auf den großen Fahrzeugbörsen sehen viele Angebote gleich aus. Zwanzig Fotos, eine Ausstattungsliste, ein Preis. Ein kurzes Video hebt dein Fahrzeug ab. Ein Verkäufer geht einmal ums Auto, zeigt den Innenraum, nennt drei Dinge, die an diesem Fahrzeug besonders sind. Das wirkt persönlich und beantwortet Fragen, bevor sie gestellt werden.
Ablauf festlegen
Immer gleiche Reihenfolge: außen, Innenraum, Besonderheit, Verkäufer stellt sich vor. So geht es schnell.
Mit dem Handy drehen
Hochformat, ruhige Hand, guter Ton. Für den Anfang reicht das völlig.
Mehrfach nutzen
Video in der Börse, auf der Website, auf Instagram und als Antwort auf Anfragen.
Idee 2: Google-Profil und Bewertungen für Verkauf und Service
Viele Autohäuser haben ein Google-Profil, das seit Jahren niemand mehr angefasst hat. Dabei suchen Kunden dort nach Öffnungszeiten des Verkaufs, nach der Telefonnummer der Werkstatt und nach Erfahrungen anderer Käufer. Getrennte Zeiten für Verkauf und Service, eigene Fotos vom Hof und vom Team und Antworten auf jede Bewertung machen hier schon viel aus.
- Bei jeder Fahrzeugübergabe und jeder Werkstattabholung um eine Bewertung bitten
- Einen QR-Code an der Kasse und im Übergabebereich, der direkt zum Bewertungsfeld führt
- Auf jede Bewertung antworten, auch auf Kritik, mit Namen des zuständigen Mitarbeiters
Idee 3: Gezielte Werbung gegen lange Standzeiten
Jeder Tag, den ein Fahrzeug auf dem Hof steht, kostet Geld. Statt den ganzen Bestand gleich zu bewerben, lohnt sich ein eigener Blick auf die Fahrzeuge, die schon länger stehen. Für sie gibt es eigene Maßnahmen: ein neues Video, bessere Fotos, eine Anzeige im Umkreis, ein Hinweis an Bestandskunden, die zu diesem Fahrzeug passen.
Liste der Standzeiten
Jede Woche die Fahrzeuge herausziehen, die über deiner Schwelle liegen.
Ursache prüfen
Liegt es am Preis, an den Fotos, an der Beschreibung oder daran, dass es niemand sieht?
Gezielt nachlegen
Neues Material, Anzeige im Umkreis, Ansprache der passenden Bestandskunden.
Wie wir Fahrzeuge schneller vom Hof bringen, steht unter Fahrzeugvermarktung.
Idee 4: Fahrzeuganzeigen bei Google
Google bietet ein Anzeigenformat für Fahrzeuge an. Dabei erscheinen Fahrzeuge aus deinem Bestand mit Bild, Preis und Standort direkt in der Suche. Wer nach einem bestimmten Modell sucht, sieht dein Fahrzeug, bevor er auf einer Börse landet. Die Daten kommen dabei aus einem Fahrzeug-Feed, der im Google Merchant Center hinterlegt wird.
Ob und in welcher Form das Format für deinen Standort verfügbar ist, ändert sich immer wieder. Prüf es deshalb im Merchant Center oder in der Hilfe von Google Ads, bevor du planst. Voraussetzung ist in jedem Fall ein sauberer Bestand: aktuelle Preise, gute Bilder, vollständige Angaben. Das zahlt sich auch auf allen anderen Kanälen aus. Mehr zu Suchanzeigen und Website findest du unter Online-Marketing für Autohäuser.
Idee 5: Instagram mit dem eigenen Team
Autohaus-Werbung auf Instagram scheitert oft daran, dass nur Fahrzeuge gezeigt werden. Fahrzeuge gibt es überall. Menschen nicht. Wer seinen Verkäufer, seinen Serviceberater und seine Mechaniker zeigt, wird zu einem Autohaus mit Gesicht. Kunden kaufen lieber bei jemandem, den sie schon einmal gesehen haben.
- Fahrzeugübergaben, wenn der Kunde zustimmt: Freude ist die beste Werbung
- Ein Blick hinter die Kulissen: Aufbereitung, Werkstatt, Anlieferung neuer Fahrzeuge
- Kurze Tipps vom Serviceberater: Was tun bei der Warnleuchte, worauf vor dem Winter achten
- Das Team vorstellen, eine Person pro Beitrag, mit Namen und Aufgabe
Zuständigkeit klären
Eine Person im Haus sammelt Material. Ohne Zuständigkeit schläft der Kanal nach zwei Wochen ein.
Feste Tage
Zwei bis drei Beiträge pro Woche zu festen Tagen. Lieber regelmäßig als viel.
Im Umkreis bewerben
Die besten Beiträge mit kleinem Budget im Einzugsgebiet zeigen. Das Werbebudget kommt obendrauf und fließt direkt an Meta.
Idee 6: Werkstatt-Aktionen, die Kunden zurückholen
Die Werkstatt ist der Ort, an dem ein Autohaus seine Kunden zwischen zwei Fahrzeugkäufen sieht. Wer hier gut ist, verkauft auch das nächste Auto. Werkstatt-Aktionen geben Kunden einen Anlass zu kommen, auch wenn gerade nichts kaputt ist.
- Wintercheck und Sommercheck mit klarer Leistungsbeschreibung
- Klimaservice vor der warmen Jahreszeit
- Steinschlag prüfen lassen, bevor der Frost den Riss vergrößert
- Aufbereitung vor dem Verkauf oder vor der Leasingrückgabe
Wichtig ist, die Aktion dort zu zeigen, wo die Kunden sind: per Brief an die Kartei, im Autohaus selbst, auf der Website und in den sozialen Medien. Für Plakate, Briefe und Aktionen im Haus gibt es mehr Ideen unter Offline-Marketing für Autohäuser.
Idee 7: Bestandskunden nicht aus den Augen verlieren
Die Kartei eines Autohauses ist meistens groß. Trotzdem hören viele Kunden nach dem Kauf nur noch, wenn die Inspektion fällig ist. Dabei kennen sie das Haus schon, haben Vertrauen und wissen, wo der Hof ist. Wer sie gezielt anspricht, verkauft leichter als bei jedem Neukunden.
Kartei nach Anlass sortieren
Wer fährt sein Fahrzeug schon lange? Wessen Leasing läuft bald aus? Wer war lange nicht in der Werkstatt?
Passend ansprechen
Für jede Gruppe ein eigenes Schreiben mit einem Anlass, der zu ihr passt.
Einwilligung beachten
Nur anschreiben, wer zugestimmt hat oder bei wem es rechtlich zulässig ist. Im Zweifel klären lassen.
Auch hier zeigt sich, warum Verkauf und Werkstatt zusammengehören: Die Werkstatt kennt das Fahrzeug, der Verkauf kennt die Wünsche. Wer beides verbindet, weiß genau, wann ein Kunde offen für ein neues Fahrzeug ist.
Wo hilft KI bei der Autohaus-Werbung?
Viele Ideen kosten vor allem Schreibzeit. KI kann dabei helfen: Fahrzeugbeschreibungen aus der Ausstattungsliste entwerfen, Bildunterschriften für Instagram vorschlagen, Antworten auf Bewertungen formulieren oder Texte für Briefe an die Kartei anlegen. Prüfen und freigeben muss immer ein Mensch, der das Fahrzeug und den Kunden kennt. Was KI in einem Kfz-Betrieb sonst noch leisten kann, steht unter KI für Kfz-Betriebe.
Womit sollte ein Autohaus anfangen?
Fang dort an, wo es am meisten kostet. Stehen viele Fahrzeuge zu lange, beginnst du mit Fahrzeugvideos und der Standzeiten-Liste. Ist die Werkstatt nicht ausgelastet, beginnst du mit einer saisonalen Aktion an die Kartei. Instagram mit dem Team lohnt sich in beiden Fällen, weil es langfristig Vertrauen aufbaut.
Wie Smoke and Luck Autohäuser dabei begleitet, mit Marketing, regionalem Vertrieb und Recruiting, steht auf der Seite Autohaus-Marketing.
Du willst wissen, welche Idee in deinem Autohaus am meisten bringt?
Im Erstgespräch schauen wir auf Verkauf, Werkstatt und das, was du schon machst.
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Über den Autor
Christoph Brinke
Gelernter Lackierer, Kfz-Sachverständiger, heute Geschäftsführer der Smoke and Luck GmbH in Elchingen bei Ulm. Er baut für Kfz-Betriebe Marketing, regionalen Vertrieb und Recruiting auf.


